Nachhaltigkeit aus Tradition


Ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz
Erschütterungsschutz bewirkt Nachhaltigkeit


360° Nachhaltigkeitsansatz


Effiziente sowie emissionsarme Produktion und Infrastruktur
Ein effizienter Ressourceneinsatz ist fester Bestandteil unserer Produktion. Im Headquarter und an allen anderen österreichischen Standorten nutzen wir ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen. Ein wesentlicher Anteil des Strombedarfs stammt dabei aus konzerneigenen regionalen Wasserkraftwerken, zusätzlicher Bedarf wird durch eigene PV-Anlagen und zertifizierten Ökostrom abgedeckt.
Unsere Produktionsprozesse sind auf Materialeffizienz ausgelegt: Bandgießanlagen vermeiden nasschemische Abfälle, die Formteiltechnologie ermöglicht eine verschnittarme Fertigung. Parallel optimieren wir durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung unsere Produktdesigns hinsichtlich Rohstoffeinsatz, Performance und Langlebigkeit.
Die Nutzung eigener Grundwasserbrunnen, der Einsatz von Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung sowie eine optimierte Rohstoff- und Produktlogistik sind weitere zentrale Säulen unserer Nachhaltigkeitsbemühungen.
Nachhaltige Effekte in der Anwendung
Vibrationen und daraus resultierende dynamische Kräfte beschleunigen den Verschleiß und beeinträchtigen somit die Zuverlässigkeit technischer Systeme. Die Folgen sind erhöhter Wartungsaufwand, geringere Verfügbarkeit und verkürzte Nutzungsdauer – entsprechend steigen Ressourcenverbrauch, Emissionen und Kosten. Unsere Werkstoffe bringen ein genau definiertes Maß an Elastizität ein und sorgen somit für eine dauerhafte Reduzierung dynamischer Lasten und einen effektiven Erschütterungsschutz. So können auch die Emissionen im Gesamtsystem gesenkt werden, wie Langzeituntersuchungen in der Bahninfrastruktur zeigen.
Erschütterungsschutz leistet sowohl im Bauwesen als auch im Bahnsektor einen messbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit: In beiden Bereichen entstehen die größten Emissionen vor allem durch Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von Gebäuden beziehungsweise Fahrwegen, dabei ist der Anteil elastischer Lösungen sehr gering. Gleichzeitig schaffen diese Lösungen einen klaren Mehrwert: Sie reduzieren wirksam Lärm und Erschütterungen, schützen Bauwerke und Infrastruktur nachhaltig und verlängern deren Lebensdauer, wodurch Instandhaltungsaufwand und Ressourcenverbrauch sinken. Durch den geringen Materialeinsatz, wartungsfreien Betrieb und langfristige Performance verbinden sie hohe Funktionalität mit ökologischem Nutzen – und machen damit Erschütterungsschutz zu einem wichtigen Hebel für wirtschaftlich nachhaltiges Bauen und Betreiben von Infrastruktur.
PU-Schwellensohlen – die nachhaltige Lösung für den Fahrweg
Elastische Lösungen zur Schwingungsisolierung und zum Erschütterungsschutz entfalten ihr volles Potenzial in der langfristigen und umfassenden Betrachtung. Beispielhaft stehen dafür die Studien "WINS - Wirtschaftlicher Nutzen von Schwellenbesohlungen." (Marschnig, S., Veit, P., & Berghold, A.. 2010. Eigenverlag.) und "Embodied greenhouse gas assessment of railway infrastructure: the case of Austria." (Landgraf, M., & Horvath, A.. 2021. Environmental Research: Infrastructure and Sustainability, 1(2), 025008.), die sich einerseits mit den Kosten und andererseits mit der CO₂-Bilanz von PU-Schwellensohlen in Schienenfahrwegen beschäftigen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl Kosten als auch CO₂-Emissionen durch den Einsatz besohlter Schwellen langfristig gesenkt werden. Entscheidend ist dabei die Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus – nicht nur die initiale Investition. Zum Zeitpunkt des Einbaus führt der Einsatz besohlter Schwellen zu einem leicht erhöhten initialen Aufwand von etwa 4 % bei den CO₂-Emissionen und rund 11 % bei den Kosten, doch über die gesamte Nutzungsdauer des Oberbaus reduzieren sich die CO₂-Emissionen im Fahrweg um rund 24 % und die Kosten um etwa 32 %.
In den Anwendungen werden mehr Emissionen eingespart als durch das Unternehmen emittiert werden
Das Emissions-Einsparpotenzial der jährlich produzierten Schwellensohlen ist über ihren gesamten Lebenszyklus um 70 % höher als die jährlichen Emissionen des Unternehmens (inkl. vor- und nachgelagerter Lieferkette). Dabei sind weitere Einsparpotenziale anderer Produktgruppen wie Unterschottermatten noch gar nicht berücksichtigt, entsprechend liegt das tatsächlich mögliche Potenzial deutlich höher.
Geschlossener Materialkreislauf
Der Blick auf den Materialkreislauf vervollständigt den 360°-Nachhaltigkeitsansatz. Aufgrund der Langlebigkeit und der außergewöhnlichen Materialeigenschaften liegt ein Fokus auf der chemischen und mechanischen Verwertung von Polyurethan-Produktionsreststoffen. Mit dem eigens gegründeten Tochterunternehmen Getzner Circular Technologies gestalten wir diese Materialkreisläufe aktiv. Der Recycling‑Werkstoff Relomer® zeigt, wie sich Performance und Wiederverwertbarkeit verbinden lassen. Unsere Beteiligungen an dem österreichischen Recycling-Spezialisten TecInn und dem italienischen Gummiverarbeiter Isolgomma ergänzen dieses Engagement: Die Produkte von Isolgomma haben einen Recyclinganteil von über 90 % und erweitern unser Portfolio an elastischen Lösungen.
Corporate Carbon Footprint


Soziales Engagement
Governance
Compliance
Das Thema Compliance wird von Getzner sehr ernst genommen und die Einhaltung von Gesetzen und internen wie externen Regeln ist Teil der Unternehmenskultur. Dabei wird unter dem Begriff „Compliance“ nicht nur die klassische Korruptionsbekämpfung verstanden, sondern auch beispielsweise die Einhaltung von diversen wettbewerbsrechtlichen Regelungen (insbesondere Kartellrecht) oder von Sanktionen und Embargos sowie der Schutz personenbezogener Daten. Getzner setzt dementsprechend auf nachhaltiges, wirtschaftliches Handeln und ist auch dem Schutz der Umwelt und der Ressourcen verpflichtet. Gleichermaßen bedeutsam ist für Getzner natürlich die Einhaltung ethischer, sozialer und rechtlicher Belange.
Ratings, Zertifikate & Nachweise
- Silbermedaille von EcoVadis
Unser Nachhaltigkeitsmanagement wurde vom weltweit größten Anbieter von Nachhaltigkeitsratings EcoVadis mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Mit 76 Punkten gehören wir zu den besten 8 Prozent aller bewerteten Unternehmen. Die Bewertung bestätigt das große Nachhaltigkeitsengagement im Unternehmen, insbesondere im Bereich Umwelt setzen wir durch die Nutzung erneuerbarer Energie Maßstäbe. - CDP
Unsere Umweltauswirkungen wurden vom Carbon Disclosure Project (CDP), einer weltweit anerkannten Non-Profit-Organisation, bewertet. Ziel von CDP ist es, mehr Transparenz und wirksamen Klima- und Umweltschutz zu fördern. Getzner Werkstoffe berichtet seit 2024 im Bereich Klimawandel und seit 2025 zusätzlich zum Thema Wassersicherheit. An unserem aktuellen Ergebnis von B- im Bereich Klimawandel und C im Bereich Wassersicherheit wird sichtbar, dass wir uns bereits intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen und unser Umweltmanagement Schritt für Schritt weiterentwickeln. - ISO 9001 & 14001
Getzner Werkstoffe ist nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement und ISO 14001 für Umweltmanagement zertifiziert. Damit stellen wir sicher, dass unsere Prozesse klar strukturiert, regelmäßig überprüft und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Zertifizierungen unterstützen uns dabei, Qualitätsanforderungen zuverlässig zu erfüllen, Umweltauswirkungen systematisch zu betrachten und Verbesserungen gezielt umzusetzen. - EPD für Sylomer® und Sylodyn®
Für die Werkstoffe Sylomer® und Sylodyn® sind Environmental Products Declarations (EPD) verfügbar. Diese schaffen durch detaillierte Daten zu Treibhausgasemissionen, Ressourcenverbrauch und Recyclinganteil Transparenz und unterstützen so bei der Entwicklung nachhaltiger Bauprojekte. - und viele mehr
Nachhaltigkeitsanforderungen entwickeln sich stetig weiter. Wir behalten relevante nationale und internationale Vorgaben im Blick und passen unsere Prozesse und Nachweise kontinuierlich an neue Entwicklungen und Anforderungen an.
Mitgliedschaften
Seit jeher ergreift Getzner zahlreiche Maßnahmen zum Erhalt der Natur und Schonung unserer natürlichen Ressourcen und engagiert sich in Organisationen, die an einer nachhaltigeren Zukunft arbeiten: Getzner ist Mitglied im Verein TUN., bei respACT, Österreichs führender Unternehmensplattform für verantwortungsvolles Wirtschaften sowie in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB.
Wesentlichkeitsanalyse
Die Wesentlichkeitsanalyse bildet unter Einbeziehung unserer Stakeholder das Fundament für das Nachhaltigkeitsmanagement der Getzner Gruppe und ist Grundlage für die Berichterstattung gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).
Anhand der Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wurden vier übergeordnete Handlungsfelder definiert.
Diese dienen als Leitfaden für die Strategieentwicklung im Nachhaltigkeitsmanagement und fließen in die CSRD-Berichterstattung ein, konkrete abgeleitete Maßnahmen und Projekte befinden sich bereits in Ausarbeitung.