Schwingungsisolierung beschreibt die Entkopplung von Bauteilen oder Maschinen, um die Übertragung von Schwingungen zu verhindern. Dies wird durch den Einsatz spezieller Werkstoffe erreicht, die die Schwingungsenergie absorbieren und so die Ausbreitung von Körperschall minimieren.
Schwingungen können erhebliche Probleme verursachen: Lärmbelästigung und störenden Erschütterungen, Schäden an Gebäuden und Maschinen und kurze Lebenszyklen für belastete Systeme. Besonders in sensiblen Bereichen wie Produktionsstätten, Laboren oder Wohngebieten ist es entscheidend, diese Einwirkungen zu kontrollieren.
Die Schwingungsisolierung und die Körperschallisolierung dienen der Reduzierung von an feste Körper übertragenen mechanischen Schwingungen. Dabei werden Kräfte und Schwingungsamplituden durch den Einbau spezieller Lösungen, die im Übertragungsweg der Schwingungen liegen, vermindert. Durch Körperschallisolierung wird neben den mechanischen Schwingungen auch der zusätzlich durch den Körperschall entstehende sekundäre Luftschall reduziert.
Eine präzise Analyse von Schwingungen ist der erste Schritt, um Lösungen zur Schwingunsisolierung zu entwickeln. Durch Messungen lassen sich geeignete Maßnahmen ableiten, die die Übertragung von Vibrationen effektiv reduzieren.
Werkstoffe zur Schwingungsisolierung
Bahn
Schwingungsisolierung für Bahnstrecken


BAU
Schwingungsisolierung für Gebäude


INDUSTRIE
Schwingungsisolierung für Maschinen und technische Geräte


Berechnungsprogramme
Schwingungsisolation einfach berechnen
Grundlagen der Schwingungstechnik
Was ist Körperschall?
Körperschall entsteht, wenn sich mechanische Schwingungen in festen Körpern wie Böden, Wänden oder Fundamenten ausbreiten. Diese Vibrationen können nicht nur störende Geräusche verursachen, sondern auch die Struktur von Gebäuden und die Funktion empfindlicher Geräte beeinträchtigen. Um Körperschall wirksam zu reduzieren, kommen spezielle Maßnahmen der Schwingungsisolierung zum Einsatz. Hierbei werden schwingungsisolierende Materialien wie Sylomer und Sylodyn verwendet, die eine präzise abgestufte Schwingungsentkopplung ermöglichen. Durch die richtige Kombination von Materialeigenschaften und Systemaufbau wird verhindert, dass Körperschall in angrenzende Bauteile übertragen wird. So entsteht ein optimales Schutzkonzept, das sowohl die Bausubstanz als auch die Lebensqualität nachhaltig sichert.
Körperschall, Luftschall und Lärm
Schall breitet sich auf unterschiedliche Weise aus: Als Körperschall in festen Materialien wie Wänden, Böden oder Fundamenten und als Luftschall in der Umgebungsluft. Besonders relevant ist der sekundäre Luftschall, der aus Körperschall entsteht, wenn Vibrationen von Bauteilen Schall in der Luft und somit hörbare Geräusche, störenden Lärm, erzeugen. Während Luftschall vor allem durch bauliche Maßnahmen wie Schalldämmung reduziert wird, erfordert die Bekämpfung von Körperschall spezielle Lösungen wie Schwingungsisolierung und den Einsatz schwingungsdämpfender Materialien. Ein professionelles Konzept berücksichtigt alle Schallarten, um Gebäude, Menschen und sensible Geräte optimal zu schützen.
Empfängerisolierung (Imissionsschutz) und Quellenisolierung (Emmissionsschutz)
Die Schwingungstechnik unterscheidet zwei Ansätze der Schwingungsisolierung: Quellenisolierung und Empfängerisolierung. Beide Formen sind geeignet, eine Körperschallübertragung zu verhindern, jedoch ist eine Quellenisolierung nicht in jedem Fall realisierbar.
- Quellenisolierung (Emissionsschutz): Zur Verminderung der von einer Maschine oder sonstigen Quelle übertragenden Kräfte in die Umgebung wird direkt an der Störquelle eine Schwingungsisolierung vorgenommen.
- Empfängerisolierung (Immissionsschutz): Maschinen, Geräte oder Gebäude werden gegen Schwingungseinwirkungen aus der Umgebung abgeschirmt.
Eigenfrequenz, Federkennlinie oder Verlustfaktor - erfahren Sie mehr im Getzner Glossar
In unserem Glossar finden Sie einen Überblick und eine Erklärung der wichtigsten Begriffe rund um die Themen Erschütterungsschutz und Schwingungsisolieren.
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